Leben mit der Kontaktsperre – Zuhause, aber vernetzt bleiben! – Medienwerkstatt Potsdam

Leben mit der Kontaktsperre – Zuhause, aber vernetzt bleiben!

31. März 2020

Zuhause bleiben und Rücksicht aufeinander nehmen, sind zwei wichtige Beiträge, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Seit mehr als einer Woche gilt in Deutschland daher eine umfassende Kontaktsperre, die unseren Alltag verändert. Diese soziale Distanz fühlt sich für viele befremdlich an und stellt uns alle vor eine große Herausforderung. Doch zum Glück gibt es online zahlreiche Möglichkeiten sich zu vernetzen. Und das ist aktuell umso wichtiger, denn soziale Isolation ist für den Menschen ein psychischer Stressfaktor – insbesondere, wenn die Dauer des „Social Distancing“ nicht absehbar ist. Wir brauchen persönliche Kontakte, soziale Beziehungen und das Gefühl in eine Gemeinschaft eingebunden zu sein. Deswegen: Zuhause, aber vernetzt bleiben!

Telefonieren, Chatten, Skypen, Online-Meetings, Webinare oder Videotagebücher – um sich weiterhin auszutauschen gibt es eine Fülle an Optionen und Formaten. Natürlich steht für uns sowohl der Jugend- als auch der Datenschutz an erster Stelle. Doch in Ausnahmesituationen wie dieser, liegt es uns vor allem am Herzen, dass überhaupt Kontakt gehalten wird. Nicht nur, um den Arbeitsalltag von Unternehmen aufrecht zu erhalten oder Bildungsangebote zur Verfügung zu stellen, sondern auch, um Kinder und Jugendliche zu unterstützen mit dieser herausfordernden Situation möglichst gut umzugehen.

Für die aktuelle Situation möchten wir euch gerne einige Empfehlungen mit auf den Weg geben. Viel Freude beim Durchklicken und Austauschen!

Für Fachkräfte

Videochats brauchen etwas Disziplin aber können sich mit gemeinsamer Übung als eine sehr effiziente Form der Zusammenarbeit entpuppen. Hier wurden anonym ein paar sehr sinvolle Tipps gegeben für die Umsetzung von guten und produktiven Videochats.

Die Kaffeemaschine aus der Küche, das Saxophon vom Nachbarn, das Lachen der Kids im Kinderzimmer… Geräusche, die in den kommenden Wochen wohl noch oft geteilt werden. Ein Headset kann da bei der nächsten Videokonferenz eine praktische Hilfe sein. Es schottet ein Stück weit von der Umwelt ab und hält die Konzentration oben.

Eine kostengünstige Variante sind In-Ear Kopfhörer (liegen auch oft dem Mobiltelefon bei). Doch nicht alle mögen die Stöpsel im Ohr. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Silikonstopfen genau passen und die Möglichkeit besteht, die Stöpsel gegebenenfalls auszutauschen.
Bei Ohrbügel-Headsets sollte sowohl auf die Verstellbarkeit als auch auf gute, austauschbare Ohrpolster geachtet werden, um längeres Tragen so angenehm wie möglich zu machen.
Over-Ear-Kopfhörer sollten die Ohren vollständig umschließen. Dadurch werden die Umgebungsgeräusche (passive Geräuschisolierung) abgedämpft.
On-Ear sind etwas kleiner als Over-Ear-Kopfhörer. Die gepolsterten Muscheln liegen direkt auf den Ohren. Sie bedecken die Ohren, ohne sie komplett zu umschließen. Die Umgebungsgeräusche sind hier noch wahrnehmbar.

Für die Arbeit im Homeoffice empfehlt sich ein Headset mit zwei Ohrmuscheln zu nutzen, denn nur so werden Nebengeräusche gut abgeschirmt. Auch für den reinen Telefoneinsatz im mobilen Arbeitsumfeld sind solche Geräte eine gute Lösung. Besonders eignen sich Modelle, die eine aktive Geräuschunterdrückung (Noise-Cancelling) besitzen. Wobei der gute Sitz der Kopfhörer das wichtigste Kriterium sein sollte.

Wenn ihr das Headset häufig und lange nutzen möchtet und in einer weniger geräuscharmen Umgebung arbeitet, sollte ihr euch ein etwas teureres Modell mit aktiver Geräuschunterdrückung (ab ca. 90 €) kaufen. Reicht es euch, wenn euer Haedset (Over-Ear) die Ohren gut umschließt, also eine passive Geräuschreduzierung hat, findet ihr Modelle bereits ab ca. 60 €. Relativ einfache und in stiller Umgebung durchaus brauchbare On-Ear-Headsets sind schon ab 30 € zu finden. Oft findet man auch in der alten Schachtel des Mobiltelefons unterm Bett ein einfaches „Headset“, vermutlich nicht das Bequemste, aber dafür quasi ohne weitere Kosten.

Programm-Tipp: Jitsi Meet ist eine freie Software für Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmenden, für die kein Konto, sondern lediglich ein Webbrowser notwendig ist. Der Chaos Computer Club Potsdam hat einen eigenen Server eingerichtet, der frei genutzt werden kann. Alternativ können auch andere Server z.B. von Universitäten und anderen Institutionen für Meetings genutzt werden. Eine Anleitung und eine Auswahl möglicher anderer Server findet ihr hier.

Alternative Videokonferenz-Programme: Die Agentur für Wissenschaftskommunikation con gressa hat eine Übersicht erstellt über verschiedene Anbieter von Videokonferenzen und digitalem Teamwork. In dem Googledoc findet man die verschiedensten Anbieter und Infos zu unterschiedlichen Kriterien wie Kosten, Datenschutz oder Funktionsumfang. So könnt ihr passend zu euren Erfordernissen vielleicht etwas leichter das Passende finden.

Weitere Tools für die Digitale Kommunikation: Der Paritätische Gesamtverband stellt auf seiner Internetseite den Webzeugkoffer zur Verfügung, in welchem unter anderem verschiedene Tools zur Online-Zusammenarbeit sowie zur Konferenzschaltung enthalten sind. Die verschiedenen Programme und Hinweise sollen Fachkräften eine Hilfestellung bieten, die Zeit während des Kontaktverbots aufgrund der Corona-Krise auch im Homeoffice zu meistern.

Für Familien & Fachkräfte

Diese Messenger stellen Schutz und Privatsphäre an erste Stelle:
Threema, Signal