Medienpädagogische Zusatzqualifikation 2016 – 5.Jugendmedienschutz

13. Juni 2016
13.06.2016 - 15.06.2016
08:00 - 15:00


Das Internet als Konvergenz- und Leitmedium mit seinen unzähligen medialen Nutzungsmöglichkeiten von Facebook über Youtube bis Cloudcomputing ist selbstverständlicher Bestandteil jugendlichen Lebensalltags. Im technischen Umgang mit PC, Smartphone und Spielekonsole verfügen junge Menschen bereits über gutes Anwendungswissen. Auch wenn es erhebliche Unterschiede im Mediennutzungsverhalten und bei der Reflexion von Medieninhalten gibt: Medienkompetenz wird niemandem in die Wiege gelegt. Der Grad dieser Querschnittskompetenz entscheidet letztlich über die Chancen auf Teilhabe in der digitalisierten Gesellschaft.

Diese Seminarreihe qualifiziert Fachkräfte für die medienpädagogische Arbeit. In praxisorientierten Workshops eignen sich die Teilnehmenden umfassendes methodisches Wissen zur Stärkung der Medienkompetenz junger Menschen an. Medienkompetenz wird dabei begriffen als Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend verantwortungsvoll zu nutzen. Die Absolventen/-innen dieser Seminarreihe erwerben ein Zertifikat des SFBB. Optional kann im Rahmen der Wahlpflichtfächer ein zusätzliches Zertifikat zur/ zum Eltern-Medien-Berater/in der Aktion Kinder- und Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Brandenburg, erworben werden.


 

5. Jugendmedienschutz 

Jugendmedienschutz ist der Oberbegriff für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor schädlichen Einflüssen durch Medien. Mit der Entwicklungsdynamik insbesondere der Online-Medien gehen auch neue Gefährdungspotenziale einher, die sich in unstrittigen wie streitbaren Schlagwörtern wie Cybermobbing, Generation Porno oder (Online-)Mediensucht ausdrücken.

Neuere Entwicklungen zeigen, dass im Netz gefährliche Verhaltensweisen schnell zu viralen Selbstläufern werden und Jugendliche zu riskanter Nachahmung animieren können. Die Propagierung von Selbstverletzungen, Essstörungen und Suizid findet immer häufiger in den digitalen Medien statt. Das Netz bietet darüber hinaus immer häufiger Rechtsextremisten und Neonazis eine Plattform zur Verbreitung ihrer Hasspropaganda. Gleichzeitig ködern sie Jugendliche mit modernen Angeboten und kaschieren ihre menschenverachtenden Botschaften. Wie können Jugendliche effektiver geschützt und Betroffene besser unterstützt werden?

Der Kurs führt in die Grundlagen des Jugendmedienschutzes ein, will für die zahlreichen Gefährdungspotenziale sensibilisieren, diskutiert Präventionsstrategien und stellt für die immer wichtiger werdende Zielgruppe der Eltern das Fachnetzwerk der Eltern-Medien-Beratung Brandenburg, dessen Arbeitsweisen und Angebote kurz vor.

 

Präsenz: 3 Tage / 24 UE | Online-Arbeit: 3 UE

Dozenten: Klaus Hinze (Geschäftsführender Referent Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V.)

Da die Fortbildung bereits begonnen hat, sind für die Seminarreihe  Medienpädagogische Zusatzqualifikation 2016 keine Anmeldungen mehr möglich.