
Jugendliche schützen, ohne sie auszuschließen: Der Landesfachverband Medienbildung Brandenburg (lmb) spricht sich in einem aktuellen Positionspapier klar gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für junge Menschen aus. Stattdessen fordert der Verband mehr Medienbildung, stärkere Plattformregulierung und echte digitale Teilhabe. Als Mitglied des lmb unterstützen wir diese Position.
Social Media verbieten? Problem nicht gelöst
Soziale Medien sind für Jugendliche heute Kommunikations-, Informations- und Beteiligungsräume zugleich. Gleichzeitig bestehen Risiken wie Cybermobbing, Desinformation, Hassrede oder problematische Inhalte. Nach Auffassung des lmb greift ein Verbot jedoch zu kurz. Stattdessen müsse Kinder- und Jugendmedienschutz auf drei Säulen beruhen: Schutz, Befähigung und Teilhabe.
Medienbildung ist die bessere Antwort
Der Verband fordert eine nachhaltige Stärkung der Medienbildung – in Kitas, Schulen, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. Notwendig seien dauerhaft finanzierte medienpädagogische Fachkräfte, regionale Medienbildungszentren sowie eine stärkere Verknüpfung von Medienbildung, Demokratiebildung und KI-Kompetenz.
Plattformen in die Pflicht nehmen
Nicht Kinder und Jugendliche allein, sondern vor allem die Plattformen müssten Verantwortung übernehmen. Der lmb fordert daher strengere Regulierung, wirksame Jugendschutzmaßnahmen, transparente Algorithmen und die konsequente Durchsetzung bestehender Regeln auf nationaler und europäischer Ebene.
Fazit: Wer junge Menschen in der digitalen Welt stärken will, braucht mehr als Verbote. Entscheidend sind sichere Rahmenbedingungen, starke Medienbildung und die Möglichkeit zur verantwortungsvollen digitalen Teilhabe.
Das Positionspapier des Landesfachverbandes Medienbildung Brandenburg zum Download.
Startbild oben: Symbolbild | KI-generiert [Canva]