Allzeitorte – Nächste Runde für den MakeSpace!

14. September 2026

Das Projekt „MakeSpace! Demokratie machen.“ der Medienwerkstatt Potsdam im fjs e.V. gehört zu den 15 bundesweit ausgewählten Vorhaben im Förderprogramm „Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen“. Gemeinsam mit dem Bürgerhaus am Schlaatz und der RAA Brandenburg soll der MakeSpace! als offener Ort für Begegnung, Medienbildung und demokratische Teilhabe weiterentwickelt werden. Die Auswahl ist ein wichtiger Impuls für die Entwicklung des Campus Schlaatz.

Aus 295 eingereichten Anträgen wurde das Projekt als eines von 15 Vorhaben für die weitere Entwicklung ausgewählt. Träger ist die Medienwerkstatt Potsdam im fjs e.V. gemeinsam mit dem Bürgerhaus am Schlaatz (KUBUS gGmbH) und den Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie(RAA Brandenburg).

Das Förderprogramm „Allzeitorte“ wird vom Bundesverband Soziokultur e.V. und der Robert Bosch Stiftung getragen. Bundesweit haben sich Trios aus jeweils einem Alltagsort, der Soziokultur und der politischen Bildung beworben. Dass MakeSpace! Demokratie machen. zu den ausgewählten Projekten zählt, ist angesichts der hohen Resonanz und der starken Konkurrenz eine besondere Anerkennung: Nur rund fünf Prozent der Bewerbungen kamen in diese Auswahl „Wir freuen uns außerordentlich über diese Auszeichnung“, sagt Ute Parthum von der Medienwerkstatt Potsdam. „Sie bestätigt, dass demokratische Begegnung dort gelingt, wo Menschen gemeinsam etwas tun: beim Reparieren, Löten, Drucken und Ausprobieren.“

Darum geht’s
Der MakeSpace! der Medienwerkstatt Potsdam ist ein offener, barrierearmer Ort im Wohngebiet Potsdam Schlaatz, einem der vielfältigsten Stadtteile im Land Brandenburg, in dem rund 10.000 Menschen aus über 80 Ländern leben. Technik wird hier zum Anlass für Begegnung: Wer ein Gerät repariert oder lernt, seine Daten zu schützen, erlebt Selbstwirksamkeit und damit die Grundlage demokratischer Teilhabe.

Drei Partner bündeln hierfür ihre jeweiligen Stärken: Die Medienwerkstatt bringt den Projektort und ihre medienpädagogische Expertise ein, das Bürgerhaus am Schlaatz seine gewachsenen Beziehungen in die Nachbarschaft sowie viel Erfahrung in der soziokulturellen Arbeit und die RAA Brandenburg ihre politische Bildungskompetenz im Umgang mit demokratiefernen Milieus. Geplant sind niedrigschwellige Technik-Einführungen, moderierte Themenabende zu Digitalpolitik, aufsuchende Formate bei Stadtteilfesten sowie der Ausbau der Nutzungszeiten und der ehrenamtlichen Struktur.

Bedeutung für den Campus Schlaatz
Besonderes Gewicht hat die Auswahl für den im Stadtteil entstehenden Bildungsverbund Campus Schlaatz: Bis 2032 soll durch die Sanierung und bauliche Verbindung von Bürgerhaus am Schlaatz und Weidenhof Grundschule ein integrierter Lern-, Lebens- und Freizeitraum für junge Menschen und Familien entstehen. Der MakeSpace! soll dabei räumlich enger mit dem Bürgerhaus verzahnt und als Demokratieort im Campus-Verbund entwickelt werden. Die Förderung erlaubt es dem Trio, diese Integration frühzeitig vorzubereiten, gemeinsame Formate zu erproben und auf die Planung des Stadtteilcampus einzuwirken – damit die Werkstatt nach dem Umbau ein Ort für alle wird.

Wie es weitergeht
Die 15 ausgewählten Trios erarbeiten nun bis zum 15. November 2026 ein vertieftes Konzept. Auf dieser Grundlage entscheidet die Jury anschließend, welche Vorhaben bis 2029 in die Umsetzung gehen.

Kurzinformationen zum Projekt MakeSpace! Demokratie machen
https://soziokultur.de/projekt/makespace-demokratie-machen/

Pressemitteilung_Allzeitorte

Foto: Thomas Palecke